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Portwein ist ein wunderbarer Begleiter zu Käse oder zu vielen Desserts. Doch auch in der Küche kann mit seinem vollmundigen Aroma, der fruchtigen Süße und den tiefen Gewürzen viele Gerichte bereichern.

Heute also einmal nicht Kochen mit Whisky, sondern Kochen mit  Portwein – was bietet sich da an? Vermutlich denkt ihr zunächst an Fleischgerichte aus Rindfleisch, Ente oder Wild, wie sie für Rotwein beliebt sind. Oder ist euch etwa auch sofort das Wort „Pilze“ in den Sinn gekommen?

Ein bisschen Überlegen, in Rezepten schmökern und Portwein probieren. Es wird ein Pilzragout, beschließe ich, vegetarisch. Mein Einkaufszettel füllt sich. Pilze… mal sehen, was es gibt. Karotten, Zwiebeln, Sellerie, Knoblauch. Standards also. Im Garten der Tochter gibt’s noch jede Menge Rosmarin. Portwein ist schon da: Ein Ramos Pinto Tawny Port. Ich hab ihn hier von The British Shop, für den ich auch als freie Autorin Blogbeiträge schreibe.

Dieser Portwein von Ramos Pinto ist zum Dahinschmelzen. Gefährlich süffig… Zu schade zum Kochen, meint ihr? Nein, gerade richtig! Versucht nur nicht, etwas Gutes mit irgend einem schlechten Wein zu kochen, das klappt nicht.

So gibt’s heute also ein Rezept für ein schnell und unkompliziert gekochtes Pilzragout mit Portwein. Als Beilage habe ich Brezelknödel gemacht, aber auch Bandnudeln oder Kartoffelplätzchen passen sicher sehr gut dazu.

 

Zutaten für das Pilzragout mit Portwein

(für zwei Personen)

  • 600 g Pilze nach Wahl (ich habe 400 g Champignons und 200 g Kräuterseitlinge verwendet)
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 250 g Zwiebeln
  • 250 g Karotten
  • 100 g Sellerie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 EL Mehl
  • 250 ml Portwein
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 2 TL dunkle Sojasauce
  • 2 Zweige Rosmarin (optional auch mit Thymian würzen)
  • 2 Lorbeerblätter
  • ½ TL Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer nach Belieben

Zubereitung des Pilzragouts

Die Pilze vorsichtig mit Pinsel oder Küchenpapier säubern und wenn nötig die Stile kürzen. Große Champignons vierteln, kleine halbieren und andere Pilze entsprechend in Scheiben oder Stücke schneiden.

Das Gemüse putzen und in gewünschte Größe schneiden (Zwiebeln und Karotten habe ich mundgerecht geschnitten, den Sellerie fein gewürfelt).

Etwas vom Öl in einem Topf erhitzen und die Pilze darin kurz anbraten, bis sie die Feuchtigkeit verloren haben. Wenn ihr mehrere Pilzsorten kombiniert, empfiehlt es sich, sie nacheinander separat anzubraten. Die Pilze aus dem Topf nehmen und zur Seite stellen.

Das restliche Öl erhitzen und das Gemüse anbraten. Das Tomatenmark dazugeben, das Mehl darüber stauben und unterrühren. Mit dem Portwein ablöschen, Sojasauce, Gewürze und Gemüsebrühe dazugeben und zum Köcheln bringen.

Der Rosmarin muss nicht zerkleinert oder abgezupft werden, sondern kommt als ganzer Zweig dazu. Mit geschlossenem Deckel zehn Minuten köcheln lassen.

Die Pilze dazugeben und verrühren. Wenn ihr Saucenfreaks seid und euch das Ragout vielleicht zu „trocken“ erscheinen, ergänzt ruhig noch etwas Brühe. Oder Portwein 😉.

Weitere 15 Minuten mit geschlossenem Deckel garen. Vor dem Servieren den Rosmarin und die Lorbeerblätter entfernen und das Ragout mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!