Schwarzwälder Kirschtorte im Glas

Schwarzwälder geht immer, nicht nur hier bei uns in Süddeutschland im namensgebenden Gebirge. Als ich mich an die Planungen für mein Schwarzwald-Kochbuch machte, dachte ich erst: „Nein, eine Schwarzwälder Kirschtorte muss nun wirklich nicht hinein, die ist doch viel zu selbstverständlich.“ Dann aber doch irgendwie: „Ist sie nicht ebenso wie der Schwarzwälder Schinken ein Must-Have, wenn es um regionale Rezepte geht?“. Und als ich entdeckte, dass Frank Schätzle aus Biederbach Schwarzwälder Kirschtörtchen im Glas im Repertoire seiner Bäckerei hat, war klar: Das passt!

Im Folgenden habe ich das Rezept des Bäckermeisters, das er für das Schwarzwald-Kochbuch zur Verfügung gestellt hat, mengenmäßig auf meinen Bedarf angepasst, da ich kleinere Gläser mit etwa 200 ml Volumen verwendet habe. Und ich habe es ganz unkompliziert gehandhabt und Sauerkirschen aus dem Glas verwendet. 700 Gramm enthält so ein Glas Schattenmorellen, davon sind 350 g Kirscheinwaage und ich erhalte etwa 350 ml Saft.

Ihr könnt den Biskuit selbst backen oder auch fertig gekauften verwenden, wenn es schnell gehen soll – Wiener Boden, also den Dreilagigen. Dann ist es wirklich ein ruckzuck fertiggestelltes Dessert oder eine ansprechende Bereicherung des Kaffeetisches.

Wer Kinder mit am Tisch hat oder aus anderem Grund auf Alkohol verzichtet, muss auf das gerne in Schwarzwälder Torten verwendete Kirschwasser verzichten. Im folgenden Rezept habe ich es auch nicht aufgeführt, ihr könnt aber gerne etwas davon über den Biskuit tröpfeln oder unter die Sahne rühren.

Bei der Wahl der Gläser seid ihr ganz frei. Kleine Weckgläser sind super geeignet, ihr könnt aber auch andere Dessertgläser nehmen oder Tumbler wie ich. Die Größe eurer Gläser bestimmt natürlich auch, wie viele Portionen ihr herausbekommt.

Zutaten für die Schwarzwälder Kirschtorte im Glas

Etwa 8 Portionen

Für den Biskuit:

  • 4 Eier
  • 110 g Zucker
  • 150 g Weizenmehl Type 405
  • 15g Kakaopulver

oder

  • 1 fertig gekauften dunklen Wiener Boden

Für die Füllung: 

  • 350 g Sauerkirschen
  • 350 ml Kirschsaft
  • 40 g Weizenstärke
  • Optional etwas Zimt
  • Optional 1- 2 EL Zucker
  • 400 ml Schlagsahne
  • 1 TL Vanillezucker

Zum Dekorieren

  • ein paar Schokoraspeln und Sauerkirschen oder Belegkirschen

Zubereitung der Schwarzwälder Kirschtörtchen

Zum Backen des Biskuitbodens die Eier zusammen mit dem Zucker aufschlagen. Mehl und Kakaopulver sieben und unter die Masse heben. In einer Springform im 180-200°C heißen Backofen bei Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten backen. Abkühlen lassen, aus der Form lösen und waagerecht in etwa 1,5 cm breite Scheiben schneiden. Pro Portionsglas je zwei Biskuitkreise mit passendem Durchmesser ausstechen (Ich habe dabei nur die Hälfte des Biskuits benötigt, der Rest wird wohl zu Rum- oder Whiskykugeln verarbeitet 😊).

Die Sauerkirschen auf einem Sieb abtropfen lassen, den Saft auffangen. Davon etwa 50 ml Saft zurückbehalten und die Weizenstärke damit glattrühren. Den Rest Saft in einem Topf zum Köcheln bringen, optional je nach Geschmack Zimt und Zucker hinzugeben (Bei Schattenmorellen aus dem Glas verzichte ich auf zusätzlichen Zucker). Die angerührte Stärke unter ständigem Rühren darunter geben, kurz aufkochen lassen und den Topf vom Herd nehmen. Die Sauerkirschen darunter heben und die Menge abkühlen lassen.

Die Sahne steif schlagen, dabei den Vanillezucker gleich zu Beginn einrieseln lassen.

Wenn die Kirschen abgekühlt sind, könnt ihr die Gläser schichtweise befüllen: Erst Biskuit unten hinein, dann etwas Sahne, eine Lage Kirschen, den zweiten Kuchenkreis und als Abschluss wieder Sahne. Am Einfachsten lässt sich die Sahne handhaben, wenn ihr einen Spritzbeutel benutzt.

Nach Belieben dekorieren und bis zum Genuss in den Kühlschrank stellen.